Gefühlte Inflation

Das Thema Inflation lässt mich derzeit nicht los. Der Statistik-Professor Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Fribourg in der Schweiz hat bereits vor Jahren einen „Index der gefühlten Inflation“, den IWI-Index,  entwickelt, der das subjektive Teuerungsempfinden der Verbraucher besser abbilden soll als die offiziellen Warenkörbe, in die auch Waren des längerfristigen Bedarfs einfließen, die die Konsumenten nur selten auf dem Einkaufszettel haben. Weil diese Produkte, zum Beispiel technische Geräte wie Fernseher oder Computer, aber eher günstiger werden, dänpfen sie in den Warenkörben die Inflationsrate.

Der IWI-Index gewichtet diese Güter des langfristigen Bedarfs geringer und kommt damit Verbrauchern entgegen, die solche Produkte ihrem subjektiven Eindruck nach selten oder gar nie kaufen. So vereinfacht das Funktionsprinzip des IWI-Index, der inzwischen auch in der Wirtschaftsforschung Beachtung findet, da das subjektive Empfinden der Konsumenten durchaus nicht irrelevant ist.

Wie er auf die Idee zum „Index der gefühlten Inflation“ kam, welche Bedeutung er hat und welche Grenzen, das erzählt Professor Brachinger im Interview, das im „Forum“-Magazin erschienen ist. PDF-Dokument

Inflation durch die Hintertür

Wer kennt das nicht: Waschmittel gekauft, nicht so genau hingeguckt, zuhause ein Stutzen: Moment mal, beim letzten Mal war doch noch mehr in der Flasche. Diese Erfahrung animierte mich zu einem kleinen Statusbericht in Sachen Verpackung, der heute in Saarbrücken im „Forum“-Magazin erschienen ist (PDF hier).

Verbraucherschützer sehen hinter dem Trend, die Verpackungen zu verkleinern, die Inflation Einzug halten in den Konsumalltag. Wie es aussieht, nicht ganz zu Unrecht.

Im Januar noch 20 (beziehungsweise hier in einer Sonderflasche sogar 22 Waschladungen), im Februar nur noch 18: Persil

Im Januar noch 20 (beziehungsweise hier in einer Sonderflasche sogar 22) Waschladungen, im Februar nur noch 18: Persil