Zu Gast im „Morgenmagazin“

Die ARD beging heute in ihrem Morgenmagazin mit dem SPD-Rassenkundler Thilo Sarrazin ein Jahr „Deutschland schafft sich ab“. Im boulevardesken Format „Berliner Frühstück“ bekam der Ex-Bundesbanker und Ex-Finanzsenator von Berlin Gelegenheit, sein Golf-Handicap und seine Einsichten bei Croissant und Café Latte unters fernsehende Volk zu bringen:

„Eine Zuwanderung aus Afrika und Nahost lehne ich ab.“

„Die Asiaten kommen leider nicht zu uns.“

„Die Geburtenrate der Deutschen ist zu niedrig. Wenn das so bleibt, muss jeder Erwerbstätige für einen Rentner sorgen. Wir werden kleiner und die Beiträge werden steigen. Davon geht die Welt nicht unter.“

Den lautesten Protest legte Mitfrühstücker Werner Sonne (ARD) bei der Aussage des Sozialdemokraten an den Tag, er, Sarrazin, sei aus freien Stücken und tiefer Einsicht aus dem Vorstand der Bundesbank ausgeschieden. Die Frage sei nämlich gewesen, ob er oder der Bundespräsident hätte zurücktreten müssen. Da sah der ARD-Mann die Ehre des hohen Amtes beschädigt. Hauptsache, dieser Auftritt hat nichts anderes beschädigt. fb

In den April

Google Deutschland dürfte sich heute über eine Menge Mails freuen. Die ARD hat die „Morgenmagazin“-Zuschauer informiert, dass sie, falls sie „Google Streetview“ nicht widersprochen haben, nur noch eine Galgenfrist bis heute 18 Uhr haben, um „Google Indoors“, dem Abfotografieren ihrer Privatwohnung, zu widersprechen.

Da werden sich einige hinsetzen und schnell eine Widerspruchsmail an Google zimmern. Doch keine Bange: Wertgegenstände und Geischter in der Wohnung werden gepixelt, für erkannte Markenlogos gibt es sogar einen kleinen Obolus. Also doch nicht widersprechen…?