Das beste Gericht ohne Knoblauch und Ingwer

Und fast ohne Fleisch. „Mapo Doufu“, der Bohnenkase der pockennarbigen Mutter Chen, ist ein Gericht, das auch hartnäckigste Tofu-Hasser überzeugen wird. Okay, ein bisschen Rinderhack tröstet über den Verzicht hinweg, der gar keiner ist. Auch dieses Rezept findet sich bei Fuchsia Dunlop / Sichuan Cookery. Die Vorgehensweise habe ich hier beschrieben.

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Zwei Klassiker aus dem Wok

Zwei Klassiker der chinesischen, genauer Sichuan-Küche. Orientiert habe ich mich an den   Rezepten von Fuchsia Dunlop („Sichuan Cookery“). Die genaue Vorgehensweise findet sich hier:

http://www.bbq-piraten.de/forum/threads/7103-Mao-Shi-Hong-Shao-Rou-%96-Rotgeschmorter-Schweinebauch

http://www.bbq-piraten.de/forum/threads/7161-Gong-Bao-Rou-%96-Schweinefleisch-nach-Kung-Po-Art

Rotgeschmorter Schweinebauch war das Leibgericht des Großen Vorsitzenden. Der im historischen Materialismus geschulte Mao war sicher, dass ein Stück Fleisch ihm Geisteskraft bescherte. Der rotgeschmorte Schweinebauch firmiert seither unter dem Namen Mao Shi Hong Shao Rou.

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Auch der zweite Klassiker ist mit Mao verbunden. Während der Kulturrevolution (1966-72) wurde das Gong Bao-Hühnchen („Gongbai Jiding“) aufgrund seiner Namensherkunft – mutmaßlich benannt nach Ding Baozhen (1820-86), einem Beamten der Qing-Dynastie, in „Hongbao Jiding“, was so viel heißt wie kurzgebratene Hühnchenwürfel, umbenannt. Für meine Version habe ich Schweinefilet genommen, was aus dem „Gongbao Jiding“ ein „Gongbao Rou“ macht. Die Zubereitungsart bietet sich für solche Varianten an; sehr gut geht es auch mit Garnelen oder Tofu.

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„Deutschland hat noch keinen Cent bezahlt“

„Meine Generation ist die erste seit den napoleonischen Kriegen, die nicht mehr gezwungen war, in einen Krieg zu ziehen“, sagt der Münsteraner Politikprofessor Richard Woyke in einem emotionalen Interview zum Thema Eurokrise, das ich für das Saarbrücker „Forum“-Magazin mit ihm geführt habe. Woyke betont, dass noch kein Cent in die EU-Krisenstaaten geflossen sei und Deutschland im Gegenteil sogar von der aktuellen Situation profitiere – kaum jemals zuvor habe sich das Land Kredite zu derart günstigen Konditionen auf dem Markt besorgen können.

Glühende Kohlen

Für das Marketing-Magazin „Horizont“ habe ich einen Blick auf das Grillen und die Männer geworfen. Fazit: Es gibt zweierlei Griller – die, die nur im Sommer grillen und dann hauptsächlich Würste und Nackensteaks aus dem Supermarkt. Sie soll zum Beispiel Oliver Kahn ansprechen, der zugleich eine, naja, mehr oder weniger elegante Brücke zum Fußball schlägt.

Und es gibt die, die mehr oder weniger das ganze Jahr über grillen, immer dann, wenn es Sinn macht, den Grill zu benutzen. Diese genussorientierten Männerköche fühlen sich manchmal von Zeitschriften wie „Beef“, manchmal von Köchen wie Johannes Lafer angesprochen, manchmal auch von niemandem so richtig. Aber sie geben deutlich mehr Geld für ihr Grill- und Outdoor-Cooking-Equipment aus. Aber das wussten wir ja schon, roder? Ein Scan des Artikels vom vergangenen Freitag findet sich unter den Menüpunkt Veröffentlichungen.

Flach auf der Kugel: Koteletts mit Rosmarin-Pfeffer-Kruste

4 Schweinekoteletts

Zwei Stunden mit folgender Paste bestrichen:

4 Knoblauchzehen

2 EL schwarze Pfefferkörner

3 EL frischer Rosmarin (ersatzweise 1 EL getrockneter Rosmarin)

1 TL Fenchelsamen

1/4 TL Chiliflocken

1 EL Zitronensaft

3 EL Olivenöl

Die Zutaten im Mixer zu einer groben Paste verarbeiten und die Koteletts beidseitig für ca. zwei Stunden damit einstreichen. Rezept nach Eric Treuillé/Birgit Erath: Grillen für Feinschmecker (München 2007). Dann auf den heißen Grill und von jeder Seite etwa acht Minuten grillen. Serviert mit Zitronenspalten und heute mit italienischem Nudelsalat.

Gung Pao

Nach längerer Zeit mal wieder ein Blick in meine Outdoorküche. Nachdem ich letzte Woche Rindfleisch Szechuan-Art wokkte, musste gestern mal wieder ein Hühnchen dran glauben. Genauer: eineinhalb abgezogene Brüste. Es gab den Restaurantklassiker Huhn Gung Pao, allerdings im verwestlichten Stil. Sobald ich es schaffe, die milde Chili „Facing Heaven“ aufzutreiben, wage ich mich ans Original aus Szechuan. Eine detaillierte Beschreibung meiner Vorgehensweise findet sich hier. Nun ein paar Bilder:

Henkel: 20 – 18 – 16

Vor zehn Monaten hatte ich über die „Inflation durch die Hintertür“ berichtet, die zum Beispiel Henkel bei seinem Waschmittelsortiment (Persil, Spee, Weißer Riese) durch fortwährende Verkleinerungen der Packungen anstiftet. Damals waren die Flaschen der Flüssigwaschmittel von 1,5 auf 1,35 Liter (oder 20 auf 18 Waschladungen) Inhalt verkleinert worden.

Es scheint so, als würden die Düsseldorfer nun die nächste Runde einläuten. Im Supermarkt entdeckte ich heute Spee-Flaschen mit 1,168 Liter Inhalt. Entspricht 16 Waschladungen. In etwa sechs Jahren wird Henkel wohl versuchen uns nichts zu verkaufen. Für 3,99 Euro (Spee) und 5,99 Euro (Persil). Nicht nur sauber, sondern rein.

Ein Jahr und Statistiken ohne Ende

Heute vor genau einem Jahr habe ich hier die ersten Inhalte hinterlegt, noch nicht im aktuellen Blog, aber in den Veröffentlichungen, der Vita, der „Über mich“-Sektion. Seither ist einiges passiert, Erfreuliches wie Trauriges, Überraschendes wie Erwartbares. Ich habe so manche Leckerei, manch politischen, manch beruflichen und manch eher privaten Beitrag hier veröffentlicht.

Der erste Blog-Beitrag datiert übrigens vom 29. März 2011 und behandelt Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), den Mann, der Deutschlands Rasern derzeit gerade mit seiner sogenannten Reform des Flensburger Punktewesens das Leben leichter machen will. Damals hatte ich für das Saarbrücker „Forum“ einen Artikel über Ramsauer verfasst, weil der gerade eine Auszeichnung eines rechtslastigen „Schriftleiters“ und Autors der „Jungen Freiheit“ und Vorsitzenden eines obskuren Sprachvereins angenommen hatte. Den Deutschtümlern hatte gefallen, dass Ramsauer in seinem Ministerium „Tafelschreibblock“ statt „Flipchart“ sagen lässt.

Die Resonanz auf die Geschichte war übrigens gleich Null, was ich heute noch schade finde. Ebenso unbestechlich ist die Statistik für diese Seite und sie offenbart, dass auch hier noch Potential besteht. Besucher seit dem 9. März 2011: 5382. Busiest day: 19. Juli 2011 mit 300 Besuchern. Damals ging es um meine Probleme mit meinem Account bei Google – übrigens: Kennt noch jemand Google+? Insgesamt 62 Artikel, dies ist die Nummer 63. 37 Kommentare, 200 Tags. Heute bislang sieben Besucher. Fünf aus Deutschland, zwei aus den Vereinigten Staaten. Keine Ahnung, wer das gewesen sein mag, aber das ist das neueste Feature der WordPress-Statistik. fb

Across The Universe

Im Original ist mir das Stück nie sonderlich aufgefallen, in dieser ungefähr zehn Jahre alten Version von Rufus Wainwright, Moby und Sean Lennon finde ich „Across The Universe“ ziemlich bemerkenswert, obwohl ich nicht so recht weiß, woran ich es fest machen soll. Egal, mir gefällt es einfach. Das Original geht auf einen Einfall John Lennons zurück, die ersten Aufnahmen stammen vom Februar 1968. Das Stück ist damit nur einige Wochen älter als ich. Hier die von mir favorisierte Version von 2002:

Dank an Anja Hinsch, die mich unwissentlich auf dieses Stück stieß.