Man spricht deutsch

In einem Internetforum ging es vor einigen Tagen um Großbritannien. Was produziere und exportiere das Land eigentlich noch? Etwas Marmelade? Whiskey? Dahinter stand die Vorstellung der „Blasenökonomie UK“, die sich allein auf Spekulationen und Wetten der Londoner City stütze, während im Lande selbst sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Abwegig ist das nicht, andererseits schützt auch eine Dominanz der „Realwirtschaft“ nicht vor dem Phänomen einer wachsenden sozialen Kluft, wie das Beispiel Deutschland zeigt.

Großbritannien – da war doch noch was? Stimmt, das Land ist ein wichtiges Ölförderland mit seinen Bohrinseln in der Nordsee. Doch aktuelle Zahlen zeigen, dass den Feldern wohl langsam das Öl ausgeht.

In Italien hat derweil eine Technokratenriege um Ex-EU-Kommissar Mario Monti das Erbe des „Cavaliere“ angetreten. Allerdings ist der Plan, im kommenden Frühjahr Neuwahlen anzusetzen, vom Tisch. Damit nähert sich das Land nun auch der formalen Marktdiktatur. Nicht einmal das „Handelsblatt“ lässt da Zweifel aufkommen.

In Griechenland ist die Situation ähnlich und dazu passt, dass auf dem CDU-Parteitag in Leipzig deren Bundestags-Fraktionschef Volker Kauder jubelt: „Jetzt auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen.“ Was frühere Generationen nur kurzzeitig erreichten, soll jetzt offenbar nachhaltig gelingen. fb

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