Abgekocht

Statt hysterisch zu werden mache ich lieber das Beste aus der Situation. Am Wochenende hatten wir noch mutig günstige Tomaten im Supermarkt – 79 Cent das Kilo aufgrund der aktuellen EHEC-Lage – erworben. Ordentlich waschen, dann geht das schon – so dachten wir. Ich denke mir das eigentlich immer noch. Dennoch haben wir uns heute entschieden, die Tomaten erstmal zu Sugo zu verarbeiten. Sicher ist sicher.

Like A Friend

Vor kurzem hatte ich hier ja über die Mogeleien der Konsumgüterkonzerne mit den Packungsgrößen berichtet. Mein Aufhänger war Henkel („A brand like a friend“), das sein Waschmittelflaggschiff Persil kontinuierlich einlaufen lässt. Neulich war ich in einem Discounter und habe gleich mal für ein Drittel weniger im Vergleich zum Persil-Sonderangebotspreis eine Packung Waschmittel mitgenommen.

Nicht 22, 20 oder wie neuerdings bei Persil, 18 Wäschen verspricht das Pulver – nein, 40! Und das bei nur zwei Kilo in der Packung. Das gibt mir bezüglich der Effizienz von Persil doch zu denken, das es bei 1,35 Kilo auf nur 18 Wäschen bringt. Die Henkel-Sprecherin wollte mir das damals als Qualitätsausweis für Persil verkaufen. Wenn das stimmt, schneidet das Markenprodukt gegen die Discounterware bescheiden ab: 18 Wäschen bei 1,35 Kilo hier und 40 Wäschen bei zwei Kilo da…

Thema Pressegrosso

Vor zwei Tagen hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Entscheidung über die Berufung des Elmshorner Pressegrossisten Grade gegen die Bauer Media Group auf den 18. Oktober verschoben. Hintergrund war die Kündigung der Belieferung des Elmshorner Grossisten durch Bauer Ende 2008. Der Hamburger Pressekonzern vertreibt seine Publikationen rund um Elmshorn – wie übrigens auch im Raum Stade – seitdem über die eigene Vertriebsfirma Pressevertrieb Nord KG, die bisher nur im engeren Großraum Hamburg als einer von zwei Verlagsgrossisten tätig war. Sowas nennt man Expansion. Mehr zu diesem in Kürze hoffentlich im „Forum“-Magazin. Fü die habe ich das Thema „Pressegrosso“ nämlich recherchiert.

Content

Content – das Lieblingswort der Onlinemanager. Auch hier machen die Inhalte langsam Fortschritte. Die Seite „Veröffentlichungen“ präsentiert sich seit heute übersichtlicher und stark erweitert mit Artikeln aus den Jahren 2008 bis 2010. Auch ein aktueller CD-Tipp zu Philipp Poisel ist hinzugekommen. Viel Spaß beim Stöbern!

Tschüß docx

Eine aus meiner Sicht ganz hervorragende Lösung bietet die Seite www.zamzar.com. Interessant ist Zamzar für alle, die eine Datei auf ihrem Rechner haben, die sie nicht einfach nicht öffnen können. Etwas, das mir als bekennendem DAU – Dümmster Anzunehmender User –  schon öfter mal passiert.

Das klassische Beispiel, das mich über Zamzar stolpern ließ, war vor einigen Tagen eine docx-Datei, die mir ein Gesprächspartner zugesandt hatte. Ich arbeite an einem älteren Mac mit OSX Tiger, da habe ich keine Chance, diese Text-, die ja eigentlich eine Archivdatei ist, zu öffnen. (Weiß der Geier, warum Microsoft diese Word-Version vor einigen jahren in die Welt gesetzt hat!)

Das Vorgehen bei Zamzar ist denkbar einfach: Im ersten Schritt wird die nicht zu öffnende Datei hochgeladen. Der zweite Schritt, die Auswahl des Wunschformates, erfolgte bei mir automatisch. Liegt offenbar auf der Hand, dass jemand, der eine docx-Datei einreicht, eine doc-Datei bekommen will. Im dritten Schritt gibt der DAU seine E-Mail-Adresse ein, Schritt vier ist die Bestätigung, dass man den Terms of Use zustimmt. nach spätestens zwei Minuten, oft schneller, findet sich im E-Mail-Postfach ein Link, unter dem die gewünschte bequem runterzuladen ist.

Das ganze Prozedere funktioniert kostenlos und ohne Anmeldung. Wer mag, kann sich aber auch registrieren. Ich für meinen Teil muss mir aber schon genug Passworte merken und habe mir das gespart.

Inflation durch die Hintertür

Wer kennt das nicht: Waschmittel gekauft, nicht so genau hingeguckt, zuhause ein Stutzen: Moment mal, beim letzten Mal war doch noch mehr in der Flasche. Diese Erfahrung animierte mich zu einem kleinen Statusbericht in Sachen Verpackung, der heute in Saarbrücken im „Forum“-Magazin erschienen ist (PDF hier).

Verbraucherschützer sehen hinter dem Trend, die Verpackungen zu verkleinern, die Inflation Einzug halten in den Konsumalltag. Wie es aussieht, nicht ganz zu Unrecht.

Im Januar noch 20 (beziehungsweise hier in einer Sonderflasche sogar 22 Waschladungen), im Februar nur noch 18: Persil

Im Januar noch 20 (beziehungsweise hier in einer Sonderflasche sogar 22) Waschladungen, im Februar nur noch 18: Persil

Kein Hype

In Dänemark war die von den meisten hiesigen Medien gehypte Hochzeit zwischen dem künftigen britischen Thronfolger und einer auf Prinzessin getrimmten Bürgerlichen bezeichnenderweise kein Thema. Auch nicht in den dortigen Boulevardblättern. Den Dänen liegt selbst eine solche Familie auf der Tasche, da hat die Romantik ihre Grenzen. Und die abgeschmackte Adels-Nostalgie einer „Bild“-Zeitung sowieso. Glückliches Dänemark! Naja, jedenfalls in diesem ganz bestimmten Bereich.

Hier kräht kein Hahn nach "William and Kate"